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Stets ist
darauf zu achten, das die Kaninchen nie verdorbenes Futter oder altes Wasser
bekommen . Dies könnte ungeahnte Folgen haben . Das Kaninchen mag gerne ein
abwechslungsreiches Futter . Die Tiere sind Feinschmecker . Auch sind sie, wenn
möglich, für frisches Grünfutter ( Gras mit Kräutern usw. ) sehr dankbar. Dann und wann ein hartes Brötchen oder Stück Brot
(luftgetrocknet, Kaninchen sind keine Steinbeißer ) wird gerne genommen . Man
soll auch darauf achten, das das gereichte Futter mit den für das Tier
wichtigen Vitaminen und was sonst noch für das Kaninchen wichtig ist
angereichert ist . Dieses erübrigt sich, wenn handelsübliches Kraftfutter gereicht
wird . Die Gartenabfälle eignen sich auch sehr gut als Beifutter .
Wer es
ermöglichen kann, sollte seinen Kaninchen trotz Kraftfutter, täglich etwas
frisches Grünfutter.
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Die
Nährstoffe, die von der Pflanze geliefert werden, kann man in vier Hauptgruppen
einteilen
1.
Die
stickstofffreien Bestandteile: Kohlehydrate - wie Stärke, Zucker,
Rohfaser - und Fette, die Hauptsächlich aus
Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehen.
2. Die
stickstoffhaltigen Bestandteile: Eiweißkörper oder " Roheiweiß
" , bei denen zu den obengenannten drei
Elementen der Stickstoff
hinzutritt .
3. Die Mineralien
4. Die Vitamine
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In der
Zuchtruhe benötigen die Kaninchen nur ein Erhaltungsfutter. Diese ergänzt
den Eiweißbedarf der Tiere und zum anderen schafft es Kraft für die
Muskeln und Stoffe zum Wärmeerhalt der Kaninchen heran.
Leistungsfutter
reichen wir den Tieren in der Zuchtzeit, das heißt wenn die
Kaninchenträchtig sind oder säugen. Auch die Jungtiere werden mit
diesem Futter versorgt denn sie müssen ja noch wachsen. Kaninchen
welche noch zur Ausstellung sollen, werden ebenfalls mit dem
Leistungsfutter versorgt.
Das
Füttern der Kaninchen sollte möglichst immer zur gleichen Zeit
geschehen, denn die Tiere habe eine innere Uhr. Wenn die Fütterzeiten
erheblich von den üblichen Zeiten abweichen, sind die Kaninchen
überhungert und fressen sehr gierig. Kaninchen sollen vielseitiges
Futter bekommen.
Eine
ausgewogene, artgemäße Ernährung unserer Kaninchen nimmt ganz
entscheidend Einfluss auf Leistungsvermögen und Lebensdauer der Tiere.
Hinzu kommt, dass eine optimale Fütterung ein ganz wesendlicher Beitrag
zur vorbeugenden Gesundheitspflege ist.
Selbstverständlich
ist auch ein Beitrag zum Thema " Wohlbefinden " der Kaninchen,
von denen mehr oder doch Leistungen verlangen, auf dem Ernährungswege
nicht auszuschließen. Dies ist in einer Zeit, in der beinahe jeder
Tierhalter von extremen Tierschutzfanatikern angegriffen wird, neben der
Haltungsoptimierung von ganz zentraler Bedeutung.
Sämtliche
Kaninchenrassen stammen vom einheimischen Wildkaninchen ( Oryctolagus
cuniculus ) ab. Und trotz der erzüchteten Rassevielfalt in Form, Farben
und Größen mit teils erheblichen Abweichungen vom Urtyp sind die
Gegebenheiten des Magen - Darm - Traktes und die Verdauungsparameter mit
dem Wildkaninchen weitgehend vergleichbar geblieben. Die kaninchenspezifische
und die entsprechende Tierernährungslehre und die entsprechende
Futtermittelkunde haben dies zu beherzigen, wenn auch hinsichtlich der
täglich benötigten Futtermenge große Unterschiede zum Wildtier
bestehen.
Eine
weitere Differenz birgt die Tatsache, dass Wildkaninchen natürlich
selbst für ihre Ernährung sorgen und dabei saisonbedingt ihre Ration
aus einer großen Auswahl pflanzlicher Naturkost zusammenstellen. Ihr
Instinkt sorgt für eine korrekte Nährstoffkombination anhand des
jeweiligen Naturpflanzen - Angebotes. Gewicht und Größe,
Anpassungsfähigkeit und " Härte " des Wildkaninchens
rechtfertigen relativ geringe Futtermengen und - Ansprüche.
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Schon im
Herbst wird es Zeit, sich um die siehe
(Futterrüben, Wruken
(auch Steckrüben oder Kohlrübe genannt,
Möhren usw. ) sich zu kümmern. Wer keinen eigenen Garten besitzt, kann diese
Früchte beim Landwirt erwerben. Zuckerrüben eignen sich nicht zum verfüttern
oder Einkellern.
Pastinaken
eignen sich auch sehr gut zum Einlagern.
Die
Einlagerung kann in so genannten Mieten geschehen oder immer frisch vom Bauern
in kleinen Mengen holen. Wir persönlich haben unsere Miete im Stall integriert,
siehe
Bei noch nicht
Frosttemperaturen dürfen die Winterlager nicht verschlossen werden, die
Hackfrüchte würden vorzeitig keimen oder faulen.
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| Pastinakenkraut |
Pastinaken |
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| Kohlrübe |
Futterrübe
Eckdogelb |
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| Versch.
Rüben |
Karotten |
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| Möhren |
Möhren |
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| Futterrübe/Eckdorot |
Runkelrübe |
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Winterlager |
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Ein sehr gutes
Heu und frisches Wasser steht den Kaninchen rund um die Uhr zur Verfügung . Im
Sommer wird mit Pellets, wenn zur Verfügung mit saftigem grün und Küchen -
oder Gartenabfällen gefüttert .In den Wintermonaten wird auch ein Saftfutter
in Form von gelben Möhren gereicht . Zwischendurch gibt es auch mal ein hartes
Brötchen oder ein Stück hartes Brot (alles Luftgetrocknet).
Brot kann im frischen und
getrocknetem Zustand verfüttert werden. Die Brotsorte ist dabei nicht von
Bedeutung. Festzustellen ist die hohe Verdaulichkeit des Brotes. Trockenes Brot
enthält 8% verdauliches Rohprotein und 65% verdauliche Gesamtnährstoffe. Der
Eiweißgehalt entspricht damit gutem Wiesenheu, während der Anteil der
verdaulichen Gesamtnährstoffe dem Getreide entspricht. Bei der Verfütterung
von Brot ist insbesondere auf Schimmelbildung zu achten. Angeschimmeltes bzw.
verschimmeltes Brot enthält Giftstoffe die dem Gesundheitszustand des Tieres
schaden. Es genügt auch nicht, die sichtbaren Schimmelpilze herauszuschneiden,
sondern es empfehlt sich in diesem Fall, das Brot an andere Tierarten, wie z.B.
Schweine, zu verfüttern.
Tragenden -
und säugenden Häsinnen sowie den Jungtieren bis zu einem Alter von drei
Monaten, steht das Futter unbegrenzt zur Aufnahme . Nach dieser Zeit wird den
Jungtieren das Futter dosiert . Ein Kaninchen soll in sein Fell hinein
wachsen und nicht mit Gewalt hineingetrieben werden .Zuchttiere,
wenn sie nicht im Einsatz sind, dürfen nicht zu stark gefuttert werden da sie
sonst verfetten. Dieses hat zur Folge, das die Häsinnen nicht Aufnehmen oder
keine Milch haben . Die Rammler werden deckfaul . Ein so genanntes Kräuterfutter
wird den Tieren auch verabreicht.
Es gibt einen
namhaften Futterhersteller, welcher ein Kräuterfutter mit einem Probiotikum
herstellt.
Das heißt, es ist auf Basis von Mikroorganismen hergestellt. Probiotika sind
positiv wirkende Hefekulturen, die die Darmflora des Kaninchens auf natürliche
Weise stabilisieren.
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Die
Jungtiere müssen ständig mit frischem Wasser und Kraftfutter versehen
werden. Auch muss für eine abwechslungsreiche Ernährung gesorgt
werden. Mit dem ersten Grünfutter im Frühjahr sollte man sehr vorsichtig
sein. Es muss darauf geachtet werden, dass das Grünfutter nicht von
Straßenrändern, welche viel von Autos befahren werden oder mit
Hundekot verschmutzt sind gepflückt oder gemäht wird.
Mit
der Verfütterung von Salat und Spinat bzw. Mangold sollte man sehr,
sehr vorsichtig sein, sie führen schnell zu einem Durchfall bei den
Kaninchen, dieses gilt auch für die Alttiere..
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Heu soll dem
Kaninchen rund um die zur Verfügung gestellt werden, denn es ist das Brot des
Kaninchens. Wird das Heu im Frühsommer kurz vor der Blüte gemäht, so hat es
jetzt den höchsten Nährstoffgehalt. Beim Zukauf oder selber machen von Heu,
sollte man auf eine gute Qualität achten. Schlechtes Heu wird nicht von
Kaninchen gefressen, es macht sie auch unter Umständen krank. Heu muss trocken
und luftig gelagert werden.
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| Gelbe
Lobbericher |
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Pferdemöhren
sind darmreinigend und gesundheitsfördernd, sie verhindern oder beheben
Wurmbefall. Der Gehalt an verdaulichem Eiweiß ist mit 0,9 % allerdings
niedriger als allgemein angenommen wird; sie können bis zum Eintritt des
Frostes frisch vom Felde verfüttert werden. Eingemietet oder im Sandkasten im
Keller halten sie sich bis in den April.
An den Boden
stellen sie keine besonderen Ansprüche, nur achte man darauf, das der Boden
beim Säen nicht zu locker, sondern gut abgesetzt ist, da sonst die Saat
schlecht aufgeht. Man tut gut, nach dem Säen den Boden anzuklopfen oder zu
walzen. Vor dem Säen reibe man den Bart des Möhrensamens mit Sand ab; der
Samen keimt dann schneller. Saatzeit von Anfang Dezember (!9 bei offenem Wetter
bis ins Frühjahr in krümeligen, gesetzten, nicht schmierigen Boden.
Man drille sie
mit der Wolff - oder ähnlichen Sämaschine mit einem Abstand von 30 cm
und verzieht dann auf 10 cm Abstand; dadurch hat man laufend Grünfutter,
und die Möhren entwickeln sich bedeutend besser, als wenn sie zu dicht stehen.
In günstigen Verhältnissen und bei hinreichender Düngung der Vorfrucht kann
man von 100 qm 3 - 4 Zentner ernten.
Ertragreich
sind die Lange, weiße Grünköpfige, und die Gelbe Lobbericher; bei
genügend weitem Stand sind Möhren von 2 Kg keine Seltenheit. Die gelben
Möhren haben einen höheren Zucker - und Nährstoffgehalt als die weißen.
Viele Kaninchenzüchter füttern kein Möhrenkraut an Kaninchen. Wir geben
frisch gewonnenes, sauberes, aber erdefreies Möhrenkraut ohne Welke, faule
Blätter in kleinen Mengen mit anderem Blattzeug.
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Gelbe
Lobbericher |
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Comfrey/Beinwell ist
ein sehr gutes Beifutter, auch hat diese Pflanze wertvolle Nährstoffe wie z.B.
B12. Wir selber verfüttern Comfrey/Beinwell
, siehe Abb
schon seit über 10 Jahren und den Kaninchen schmeckt es
immer wieder. Die jungen Blätter sind als Grünfutter für alle Tiere
brauchbar. Ältere Blätter werden wegen der zu starken Behaarung nicht gern
gefressen. Der Futterwert ist gering.
Durch einen
Zufall bekamen wir vor Jahren etliche Wurzelstöcke von einem damals noch Kaninchenhalter
geschenkt. Dieser erzählte uns, dass er schon über 20 Jahre dieses
Blätterwerk an seine Tiere verfüttern würde, und diese Tiere zeigen bis heute
keine negativen Anzeichen.
Angebaut wird
die Pflanze am besten im Frühjahr. Sie ist unkompliziert und wächst fast auf
jedem Boden. Im 2. Jahr, so unsere Erfahrung, kann man voll Ernten. Der Comfrey/Beinwell
soll nach Möglichkeit gepflückt werden, Pflanzenabstand sollte ca. bei 55 - 60 cm liegen. Der
Comfrey/Beinwell wird sehr
sehr alt, d.h.
viele Jahre frisches Grün, aber nur als Beifutter gedacht. Ab Oktober sollte
man dem Comfrey/Beinwell eine Ruhepause gönnen, also mit dem Pflücken auf hören. Diese
Zeit braucht die Pflanze um sich bis zur Frostzeit zu generieren.
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| Comfry
oder Beinwell |
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