Nach dem Bau eines Eigenheims ( Haus ) 1969 bauten wir 1970 einen Kaninchenstall mit 18 Buchten  .


10 Jahre später fertigten wir 30 Buchten einer moderneren Bauart.

Nun waren es schon 48 Buchten bestehend aus Bau-
abschnitt 1 ( 18 Buchten ) u.
Bauabschnitt 2 ( 30 Buchten ). Im Jahre 1991 - 1996 wurde eine noch schönere Zuchtanlage in Eigenarbeit gebaut.


Diese enthielt gleich 48 einheitliche Buchten ein Schmuckstück, 
die alten Buchten wurden abgerissen und entsorgt.

Sie ist 14,00 m lang und 4,00 m breit, Die Höhe beträgt 4,00 m. Das Gebäude ist der Natur angepasst und aus Holz erbaut. Die Anlage hat ein grünes Trapezblechdach mit einem dänischen Luftfirst,   Rund um die Zuchtanlage  blüht es das ganze Jahr (Blumen ), und  Im Stall befindet sich auf jeder Seite ein Heu - bzw. Strohboden .
Im Boden des Futterganges, welcher 2,00 m breit ist, ist ein 4,00 m langer Keller integriert. Dieser hat einen Kiesboden und eine sehr gute Ringbelüftung. Sein Zweck dient der Lagerung von Winterfrüchten z.B. gelbe Futtermöhren usw. für die  Kaninchen. Der Fußboden selber ist mit weiß - marmoriertem PVC ausgelegt. Dadurch ist er gut zu reinigen und staubt beim Fegen nicht. Der Boden ist nicht  rutschig oder schwitzt. Im Dach befindet sich der schon an anderer Stelle erwähnte Luftfirst über die ganze  Stalllänge. Außerdem sind in jeder Dachseite einige Lichtplatten angebracht. Zwei Leuchtstoffröhren sorgen in der Dunkelheit für genügend Licht. Am Ende des Futterganges ist an der Wand eine ausklappbare Tischplatte befestigt,  sie dient zur Begutachtung, Pflege und Wiegen der Tiere . In der Stallanlage ist Tag und Nacht leise Musik an, es beruhigt die Tiere vor fremden Stimmen. Es ist somit schon eine Vorbereitung für die anstehenden Ausstellungen.


Jede Bucht ist mit einer Kotschublade  der Firma (Kirschstein ),2 Trögen aus Nirosta für Wasser u. Futter, einer Heuraufe mit
Grummetblech zum Aufnehmen von herunterfallendem Heu ausgestattet. Bei 13 Buchten können wir zur Jungtierzeit einen Durchlauf öffnen  ( Klappe  auch aus Nirosta),  so dass die Jungtiere 1,80 m in der Länge zum Toben haben. 
Die Jungtiere bekommen 0,40 cm lange Tröge aus Nirosta in die Buchten gestellt, so dass jedes Tier in Ruhe fressen kann wann es will ohne von den anderen Geschwistern abgedrängt zu werden.

Gezüchtet wird immer mit 10 - 11 Häsinnen u. 3 - 4 Rammlern. 2 Althäsinnen werden jedes Jahr zur Zucht wieder eingesetzt. Es wird vom ersten Tage an ein Zuchtbuch geführt. Ohne dieses kann keine Zucht  richtig geführt werden. Seit einigen Jahren hat auch bei uns der Computer Einzug gehalten. Dieser erleichtert die Schreibarbeit  rapide und man hat mehr Zeit für seine Lieblinge. 


Beim Stallbau  ist es schwer zu entscheiden, was ist gut, was weniger gut und was taugt überhaupt nicht. denn beide Arten von Stall das heißt Innen - oder Außenstall haben Vor - und Nachteile. Wird ein Außenstall gebaut, so ist es nicht egal wie er steht. Der Stand des Stalls ist von großer Bedeutung. Man muss alle Unwetter von der Stallfront fern halten. Es ist nicht angebracht, dass Regen, Wind oder Schnee auf dem direkten Wege in die Buchten eindringen kann. Der beste Standort ist mit der Vorderseite nach Osten oder Südosten. Von Vorteil ist auch einige Schattenspender anzupflanzen. Dieses können auch Kletterpflanzen sein Efeu, wilder Wein, Clematis und verschiedene andere Pflanzen. Wichtig ist das nicht die pralle Sonne in den Stall ( Buchten ) hinein scheint. Auch hat ein Außenstall noch etliche andere Vorteile aber auch Nachteile.

Ein Innenstall hingegen ist für den Züchter wiederum von Vorteil, er muss nicht bei Wind und Regen draußen stehen und kann seinem Hobby in aller Ruhe nachgehen. Für die Tiere ist es von großem Vorteil, sie können nicht durch herum irrende Hunde oder Katzen aufgeschreckt werden. Ein weiterer Grund ist für beide gut und das ist der Zugriff durch fremde Personen, ja womöglich Diebe. Wer früh mit der Zucht beginnt der hat selbstverständlich ein Plus in der Tasche  mit einer Innenanlage.

Wer sich für einen Innenstall entschließt, der sollte dafür Sorge tragen, das er eine sehr gut funktionierende Lüftung hat. Es darf kein Durchzug sein, denn dann ist der gefürchtete Schnupfen nicht mehr weit.

Baut man sich nun eine neue Zuchtanlage, sollte sie in die Umgebung passen, denn auch die Zuchtanlage ist ein Aushängeschild für uns Züchter. Gegebenenfalls sich auch mit dem Nachbarn absprechen. Der nächste Punkt ist, was nehme ich für ein Material? Holz ist immer noch das beliebteste Material und auch für den nicht Fachmann zu verarbeiten. Bei den Schutzanstrichen muss Acht gegeben werden, dass keine giftigen Farben oder ähnliches Verwendung findet. Ein Stall soll hell und auch die Buchten müssen gut einsehbar sein. Was letztendlich genommen wird hängt auch vom Geldbeutel des Einzelnen ab. Zum Bau der Buchten eignen sich sehr gut die im Handel erhältlichen (wasserfesten Spanplatten V 100) . Die Buchten sollten auch leicht und bequem zu reinigen sein, denn Reinheit ist das A und O in der Zucht.










Es ist noch immer unter einigen Leuten die Meinung vertreten, dass Kaninchen stinken. Eine schlechte Stallluft entsteht durch die Ausscheidungen der Tiere, ( Kot und Urin ). In diesen Ausscheidungen sind Stickstoffverbindungen enthalten. Bei der Zersetzung von diesem wird Ammoniak frei, es ist ein Gas, welches schnell den Sauerstoff verdrängt und die Stallluft verschlechtert.

Streut man aber Stallphos ( im Handel als Stallsuper bekannt ) unter die Einstreu in die Buchten, so hat dieses Mittel die Eigenschaft, den Geruch zu binden, die Stallluft rein und trocken zu halten.

Stallphos oder auch Stallsuper genannt ist in fast jedem Landhandel zu bekommen.


Material für einen 3-etagigen  und mit 9 Buchten erstellten Stall. Maße der Buchten 0,70 x 0,70 x 0,50 m

Eine Skizze zum Selbstbau findet ihr hier.

Anzahl Bezeichnung Maße  Material
1 Stück Rückwand 2,18 x 1,765 m 13 mm Spanplatte E10 wasserfest
2 Stück Seitenwände (Stehwände) 1,75 x 0,70 m 19 mm Spanplatte V100 wasserfest
2 Stück Zwischenwände 1,75 x 0,70 m 19 mm Spanplatte V100 wasserfest
1 Stück Deckel 2,18 x 0,70 m 13 mm Spanplatte E10 wasserfest
9 Stück Zwischenböden 0,70 x 0,70 m 16 mm Spanplatte V100 wasserfest
1 Stück Sockel 2,18 x 0,20 m 16 mm Spanplatte V100 wasserfest
1 Stück Halterung für Vorsatzbrett 2,00 x 0,02 x 0,02 m Alu - U - Profil
9 Stück Vorsatzbretter 0,70 x 0,10 x 0,016 m Bretter gehobelt oder ungehobelt
27 Stück Bodenträger 1,00 x 0,02 x 0,02 m Alu - Winkel
27 Stück Dreikantleiste 0,70 x 0,03 x 0,03 m Holz
4 Stück Blendrahmenhölzer 1,6 x 0.04 x 0,02 m Holz
6 Stück Blendrahmenhölzer 0,70 x 0,04 x 0,02 m Holz
2 Stück Blendrahmenhölzer 2,20 x 0,04 x 0,02 m Holz
9 Stück Türrahmen 2,20 x 0,04 x 0,02 m Holz
ca. 400 Stück

Spaxschrauben

3 x 16 Niro oder Verzinkt
ca. 200 Stück Spaxschrauben 3 x 25 Niro oder Verzinkt
ca. 200 Stück Spaxschrauben 3 x 40 Niro oder Verzinkt
18 Stück Lappenhängen oder Aufsatzbänder 0,04 cm lang und 0,02 cm breit wenn's geht rostfrei
1 Rolle = 10 m Maschendraht Maschenweite 19 x 19 oder 16 x x16 mm Punktgeschweißt und feuerverzinkt
ca. 500 Stück Krampen  16 mm lang Verzinkt
9 Stück Rundriegel 3 cm lang Verzinkt
2 Stück Kartuschen Silicon auf Essigbasis Transparent für Feuchträume
1 Gebinde 2,5 Liter Blocker  gegen Nässe zum isolieren der Böden

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